So Ihr Lieben, es geht weiter…

…nie war ich so gut vorbereitet, wie heute :-) Ich bin nicht gut im Vorbereiten, dachte ich immer… aber es hängt offenbar davon ab… was ich vorhabe,  wie wichtig es mir ist, davon wieviel ich mir von den Vorbereitungen verspreche und davon, wieviel Spaß ich dabei habe. Weiterlesen

Man muss gar nicht

…nach Australien reisen, um über 20 Stunden unterwegs zu sein. Washington reicht völlig aus. Was jeder andere innerhalb 10-12 Stunden von Tür zu Tür hinter sich bringen kann, zelebriere ich bis zum letzten Moment… Der Weg zum Flughafen war schon gar nicht zu großzügig bemessen, wie ich unterwegs feststellen durfte, aber immerhin völlig ausreichend. Auch ohne rumzutrödeln und trotz viel boardingtime kam keine Langeweile auf. Trotzdem hatte der Flieger direkt 40 Minuten Verspätung. Der Käpten entschuldigte sich nur so halb und mit den Worten, er wüsste auch nicht, warum wir so spät geboardet hätten. Wer entscheidet denn bitte sowas? Weiterlesen

Mit Hunden

…habe ich dieses Jahr zu meiner eigenen Überraschung durchweg gute Erfahrungen gemacht, den Greyhound eingeschlossen. Sowohl die sehr vereinzelten Hunde auf dem Trail, als auch zum Beispiel Molly in Boiling Springs oder Sugar, der Hund von Jody und Craig, waren durchweg sehr gut erzogen. Mit Sugar habe ich sogar Freundschaft geschlossen, sie war immer mit dabei, egal was wir machten.

Im Greyhound auf der Fahrt nach Washington DC fühlte ich mich zwar etwas unangeschnallt, das war ich ja auch, aber ansonsten verlief die Fahrt recht unspektakulär. Nur beste Freunde werden wir nicht werden. Bus fährt scheinbar nur, wer sich nichts anderes leisten kann, wer zu den schmerzbefreiten Ausnahmen gehört oder wie ich als Rucksacktourist unterwegs ist. Weiterlesen

Pläne ändert man

…optimalerweise täglich oder gerne auch mehrmals täglich. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so viele Entscheidungen treffen musste, wenn ich dachte, es wäre eigentlich alles klar… Ich glaube, ich habe die perfekte Peer Group gefunden, und mit dem Wetter, dem Appetit, den Gelegenheiten, mit jeder neuen Information und unter Rücksichtnahme auf die individuellen Befindlichkeiten ändern sich die Umstände und Pläne einfach schnell. Nun geht’s schon bald wieder nach Hause. Vor wenigen Tagen noch hatte ich das Gefühl, zwei bis drei Wochen Trail reichen völlig aus, jetzt komme ich erst so richtig in den Rhythmus, ‘get socialised’ und könnte eigentlich noch bleiben… Weiterlesen

Nicht, dass ein falscher

…Eindruck entsteht! Kurz vor und auch nach diesen ‘creepy’ Begegnungen habe ich mindestens zehnmal so viele positive, überraschende und tolle Bekanntschaften gemacht. Wie immer hatte ich mal wieder Glück mit meinem Pech. Ich hatte es mir schon so schön ausgemalt… Ich käme nach Boiling Springs und dann wären es nur noch 0.4 Meilen zum Hotel, ich würde duschen, etwas essen, meine Wäsche waschen, andere Hiker treffen, mich sauber und wunderbar fühlen und dann abends schön in die gestärkten weißen Laken kriechen… Tja schade. Weiterlesen

An das Herumgeballer

…werde ich mich wohl nicht mehr gewöhnen. In Amerika wird gejagt und geschossen was das Zeug hält. Nun dachte ich eigentlich, es wäre gerade keine Jagt-Saison, und es läuft auch nicht viel rum, was man gerade schießen darf. Aber die letzten Tage wurde viel geschossen. Nun gut, der Trail ist scheinbar gut markiert, überall stehen NO HUNTING Schilder am Trail und die Umgebung ist mit safety zone und ähnlichem beschriftet. Trotzdem ist es komisch, wenn nur eine Meile entfernt jemand schießt. Einer hatte wohl etwas Frust, man hörte den ganzen Tag immer nur BAAM! BAAM! BAAM! BAAM!… Er schien mich förmlich zu verfolgen, so wie vor zwei Jahren immer die Gewitter hinter mir her waren, so ist es diesmal das Geballer. Morgens war es immer vor mir, im Laufe des Tages kam es immer näher und gerade als ich dachte, gleich steht einer mit ner Knarre vor mir und sagt: Snowball!!! Hab ich Dich!!! …gerade dann wurde es meistens wieder leiser um irgendwann komplett zu verstummen.  Weiterlesen

Hiken ist…

…das reinste Bootcamp: morgens eine ordentliche Cardio-Einheit auf dem Rock-stepper, zwischendurch Walking-Stunden, Balance und Konzentration downhill und dann alles nochmal von vorne. Nicht zu vergessen ‘Muddytrail- Jump and Run’ zur Auflockerung. Was ich nicht verstehe ist, wie ich mir Blasen zuziehen konnte. Die mögen mich irgendwie, wie Vice eben schon schmunzelnd meinte: just trying to take it slow?! Aber selbst Cupcake, der schon tausend Meilen hinter sich hat (und zwar dieses Jahr, nicht vorletztes) kriegt immer wieder mal eine Blase. Wohl eines der Hobbys die man sich hier zulegt. Weiterlesen

Es regnet…

…in Strömen.

22. Mai 2016

Die letzte Nacht war ganz schön kalt, jedenfalls so kalt dass meine Füße nicht warm wurden. Gar nicht, und auch nicht während des Schlafens. Eigentlich bin ich ja eher so veranlagt, dass ich dann morgens gar nicht hätte aufstehen mögen, aber auf wundersame Weise freute ich mich darauf, endlich wieder loslaufen zu können, da ich wusste, mir würde endlich wieder warm werden. Es läuft bisher ganz gut, das Knie macht erstaunlich bereitwillig mit, die Füße taten noch überhaupt nicht weh – was ja für mich auch eher ungewohnt ist – und auch sonst muss ich nicht viel leiden.  Weiterlesen

Das ist die Erklärung

…für mein Singledasein: ich bin unspontan, leicht aus dem Konzept zu bringen, und weil ich nicht glaube, es könne jemand einfach nur nett sein wollen, verpasse ich die besten Gelegenheiten. Vorgestern am Flughafen dachte ich noch: es gibt sie nicht mehr, die normalen, gutaussehenden, freundlichen, unberingten Männer. Dort waren nur Unmengen indischer Familien, die sich – den typisch indischen Gewürzduft verströmend – sämtliche Schlangen entlang vordrängelten… und die Schlangen waren lang, seeehr lang…. wenige Paare internationaler Herkunft mit und ohne Kind, Mädelscliquen, Geschäftsmänner vorwiegend älteren Semesters und ein Haufen komische andere Gestalten.

Zwei Stunden durfte ich in dieser fragwürdigen und wie ich hoffte nicht repräsentativen Gesellschaft darauf warten, meinen Reisepass ein vorletztes Mal herzeigen zu dürfen. Nachdem das erledigt war, hetzte ich zum Baggage Claim, wo ich nach langem Suchen meine Tasche als letztes von zwei beunruhigten Flughafenmitarbeiterinnen bewachtes Gepäckstück wieder fand. Weiterlesen

Luxus und Gewicht

Wenn man übers Weitwandern liest, kommt man schnell zu dem Schluss, dass – mal abgesehen von den Meilen – Gewicht alles ist – in erster Linie das des Rucksacks und in zweiter Linie auch das eigene…

Ich habe mich redlich bemüht, die sechs-Kilo Marke zu knacken – also nach unten, nicht nach oben – ohne unnötig viel Geld zu investieren. NOCH weiß ich nicht genau, ob mir das gelingen wird. Vermutlich nicht, auch wenn mein Rucksack weit unter dem Startgewicht vor zwei Jahren liegt… im Gegensatz zu mir.

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Hallo Ihr Lieben

Ich habe mein Ziel Harpers Ferry WV am 15. September heil, gesund und glücklich erreicht! 

Sowohl den Rückflug als auch die ersten Arbeitstage habe ich ohne nennenswerte Blessuren überstanden ;-)

Vielen Dank für Eure Unterstützung und die lustigen und ermutigenden Mails und Kommentare :-) Es war mir eine Ehre, Euch mit auf die Reise zu nehmen! 

Hier bin ich nun also wieder

…und frage mich, was sich denn verändert hat. Für mich selbst ist es teilweise nicht so sehr offensichtlich, denn ich hatte sechs Monate Zeit, mich daran zu gewöhnen. Und andererseits ist es nur allzu offensichtlich, und ich spüre, dass so einiges anders ist.

Das fängt mit ganz banalen Dingen schon an, zum Beispiel mit meinem Kleiderschrank… Wer zum Teufel hat bloß das ganze Zeug angesammelt und warum finde ich trotzdem nichts zum Anziehen? Warum sind die Schuhe alle zu eng und wer würde freiwillig den ganzen Tag darin herumlaufen? Wieso fand ich mein Bett eigentlich schon lange unbequem, wenn es doch eigentlich das Paradies ist? Kuschelig warm, weich, trocken … und sooo viel Platz!

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Gib mir Tiernamen…!

Letztens nannte mich jemand German Chick… Da fiel mir auf, wieviele Namen ich hier schon verpasst bekommen habe. Snowball ist nur die Spitze des Eisberges und hat glücklicherweise das Rennen gemacht bei der Suche eines Trailnamens für mich… Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Leute auf dem Trail mich mit Fay (hach, ich zartes Zauberwesen… ;-)), TinkerBell oder Pacman angesprochen hätten, obwohl das heiß in Diskussion war, und man sich den Trailnamen üblicherweise nicht selber aussucht.

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Abschied

Die letzten Tage im Wald war ich etwas traurig, dass es bald vorbei sein würde, so sehr ich auch tägliche Dusch- und Badeexzesse, sowie echtes Essen und einen vollen Kleiderschrank vermisst habe. Ganz zu schweigen von flauschiger Bettwäsche oder einer Couch – nicht weit von der Heizung – mit Wolldecke, Kerzen und einem guten Buch.

Ein kleines bisschen von all dem hatte ich in den letzten drei Hostels auf dem Trail, was wirklich ausgesprochen selten ist! Nur wenige Hostels sind sauber, gemütlich und gut geführt! Es ist tatsächlich die Ausnahme, aber der Trailfunk funktioniert ausgezeichnet, und durch die ‘vielen’ Southbounder war ich gut informiert.

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Das ist sie jetzt also

…meine letzte Nacht im Wald. Obwohl ich mich schon sehr auf die Annehmlichkeiten der Zivilisation gefreut habe – besonders wenn es kalt und regnerisch war – ist es doch ein bisschen komisch, dass es fast vorbei ist.

Morgen werde ich Harpers Ferry erreichen und damit die ‘psychologische Hälfte’ des AT!!! Heute morgen habe ich bereits die 1000-Meilen Marke überschritten und außerdem Virginia (endlich) verlassen!

Die letzten Tage hier werde ich damit verbringen, mich zu reorganisieren ;-) und Washington DC noch mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Am 25. geht es dann wieder nach Hause… Merkwürdiges Gefühl…

Wer den Trail

…von seiner besten Seite kennen lernen möchte, der sollte unbedingt im Shenandoah National Park anfangen! Genau so habe ich mir das vorgestellt.

Das ging schon gut los mit meinem ersten Tag Slackpacking, ich bin zur Abwechslung mal wieder rückwärts gelaufen und habe für einen Tag mein Gelumpe im Hotelzimmer gelassen. Tagsüber allerfeinstes Hikerwetter und kaum Leute auf dem Trail. Unterwegs traf ich auf Josh – einen weiterern letzten Northbounder – es gibt also noch mehr von der Sorte! Er macht zwar durchschnittlich mehr Meilen als ich, aber für den nächsten Tag hatten wir den gleichen Campingplatz im Visier und so verabredeten wir uns. Gut zu wissen, dass ich nicht schon wieder alleine zelten musste.

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Zu Hause wäre mir

…das nicht passiert: ich habe einen Feiertag vergessen! Hier ist am Montag Laborday und somit sind die Postämter geschlossen. Da habe ich mich extra beeilt, und dann sowas! Gestern Abend habe ich es nach Waynesboro VA geschafft. Hier liegt nun also mein Paket mit frischer Wäsche, Ersatzkram, Ladegeräten und Essen… bei der Post, so nah und doch so fern ;-) Zum Glück ist fast alles andere an Sonn- und Feiertagen offen, so sitze ich jetzt im Laundry Land und warte auf duftig frische Klamotten. Für 25ct kann man hier sein Gewicht checken… und bekommt noch gleich die Lottozahlen und eine Art Tageshoroskop – that’s interesting! Obwohl ich die letzten Tage keinen Hunger hatte, ist mein Gewicht unverändert wie am ersten Tag! Das soll mir erstmal einer nachmachen, man könnte denken, ich wäre unterfordert.

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Liebes Tagebuch

22.08.14

Liebes Tagebuch, heute hatte ich die Faxen sowas von dicke, das kannst du dir gar nicht vorstellen! Vielleicht auch doch… Ich war so traurig, dass ich zum ersten Mal etwas sehr persönliches in ein Shelterbuch geschrieben habe. Mir war’s egal, die Leute die mich mögen, dürfen das gerne wissen, und was interessiert mich, was der Rest über mich denkt?! Bevor ich das aktuelle Shelter erreichte war ich einzig und allein damit beschäftigt, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich den Trail auf kürzestem Wege verlassen könnte. Bis ich hier ankam und zu meiner großen Überraschung schon jemand dort war.

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Heute ist der dritte

…Tag auf dem Trail. Ich habe es tatsächlich geschafft, meinen Hintern wieder ins Gehölz zu schwingen. Gerade bin ich nur mäßig begeistert, trotz neuer langer Hose – die Mücken interessiert es nicht mal (!) ich bin total zerstochen! – und trotzdem mein Rucksack leicht wie nie ist. Die Schuhe scheinen ok, das Wetter ist auch schon schlimmer gewesen, der Trail gibt sich alle Mühe, mich nicht allzu sehr zu quälen. Allein, das Herz ist mir schwer, ich vermisse mein ‘normales’ freies Leben, das ich die letzten Wochen genossen habe. Der Abschied fiel mir sehr schwer, der Trail trägt mich jeden Tag weiter und weiter fort… Ich bin traurig.

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The american way of life

Ihr habt es vielleicht schon geahnt, ich konnte mich noch nicht so richtig losreißen. Nachdem es meinen Füßen nach meinem Urlaub zunächst deutlich besser zu gehen schien, ging das allmorgentliche Theater doch wieder los. Die täglichen ersten fünf Minuten ‘Gehen’ muten ganz sicher nicht sehr elegant an. Anyway, es wird immer besser, aber es ist nach wie vor nicht GUT. Die Diagnose erfahrener Hiker lautet Plantarfasziitis. Viele haben wochenlang damit zu tun, und einige wenige fahren einfach für sechs Wochen nach Hause und gehen erst danach wieder wandern. Die wohnen dann zumeist aber nicht so weit weg ;-)

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Kultur ist mir im Wald

…ja bisher so gar nicht abgegangen… dachte ich. Bis ich nach Washington DC kam!

Aber erstmal musste ich Metro fahren, da der Shuttle vom Campingplatz schon voll war. Hm, und dabei wollte ich eigentlich jede weitere Gelegenheit, mich zu verfahren, vermeiden… So bin ich mit dem Auto ins Parkhaus – die Schranken waren offen – und ran an den Ticketautomaten. Hier ist es so, dass man – egal wo – immer erstmal Geld reinstecken muss, oder noch besser: die Kreditkarte durchziehen, ohne sich mit Pin oder Unterschrift zu identifizieren… Dubios! Da musste ich aus einer (auf ein Schild gedruckten) Liste die Zeit, das Ziel und den Preis raussuchen und entsprechenden Betrag mit + und – einstellen und schwups, kam das Ticket rausgeschossen. Wie auch immer das funktioniert, es funktionierte. Gut, wenn man sich dabei mal nicht mit den Zahlen vertut…

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Da ich ja nicht immer

…nur am Strand rumliegen kann… (nicht?) habe ich mir überlegt, die in Hamburg unter Ruderern belächelte Sportart des Stand Up Paddelboardings einmal auszuprobieren. Einige Leute hatte ich am Strand sogar in den Wellen paddeln sehen, auf jeden Fall einen Versuch wert. Also kurzum eine Stunde gebucht und ab in die Marina und aufs Board. Ich hab ja gedacht, der Weg würde mich direkt über’s Brett, die andere Seite runter stracks ins Wasser führen – aber nein, ich bin erstaunlich ausbalanciert. Worüber ich aber mal gar nicht nachgedacht habe: man steht ja die ganze Zeit nur rum, da werden die Füße dann auch schnell mal taub. Und letztlich ist es wie jede Sportart irgendwie Arbeit. ;-) Trotzdem bin ich relativ angetan (nicht so sehr wie vom Rudern selbstverständlich!). Besonders faszinierend finde ich, dass es Leute gibt, die auf den Boards Yoga praktizieren! Na da muss man dann aber schon sehr im Gleichgewicht sein…

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Mein Urlaub vom Urlaub

…gestaltet sich überaus angenehm. Nachdem diesmal mit dem Mietwagen alles gut ging, bin ich erstmal in die nächste Mall, um mich wieder ein wenig gesellschaftsfähiger zu machen. Der Buchladen hatte einen Reiseführer über Washington und auch so einiges an Grund-Kosmetik fand seinen Weg in meine Einkaufstaschen, denn mit einer viertel Flasche Campseife komme ich wohl gerade nicht wirklich weiter. Zur Krönung meines Raubzuges konnte ich Victoria noch ein paar ihrer Geheimnisse entlocken, bevor ich mich in die große weite Welt aufmachte.

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Wenn alles gut geht

…habe ich ab morgen für zwei Wochen ein Auto :-) Genau genommen hatte ich die letzten zwei Tage ziemlich viel Glück.

Der erneute Versuch, ein Auto zu mieten endete zunächst zwar wenig erfolgreich mit der Feststellung, dass inklusive Versicherungen plötzlich Mondpreise verlangt wurden, ABER zu meiner Freude und Erleichterung fand ich heraus, dass meine Kundenbetreuerin von CANUSA – in Hamburg wohlgemerkt – mir innerhalb eines Tages ein Auto besorgen konnte, das wundersamerweise erstens verfügbar und zweitens auch noch bezahlbar ist! Morgen Vormittag kann ich es hier am Flughafen abholen! (Hoffentlich ;-))

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So ein richtig beschissener Tag

… gehoert ab und zu auch mal dazwischen. Wobei ich mir das erste Highlight auch haette sparen koennen (sowie das zweite…), aber gut. Langeweile gespickt mit Misserfolgen sind keine gute Kombination… Ich habe gestern versucht zum Arzt zu gehen, nur um heraus zu finden, ob ich mit meinen Fuessen die naechsten Wochen wieder werde hiken koennen, oder ob ich mir ein laengerfristiges Alternativprogramm ueberlegen sollte, dass ueber zwei bis drei Wochen hinaus geht. Mehr wollte ich gar nicht, nur ein bisschen ‘Planungssicherheit’.

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Weibliche Rundungen

…kann man sich ja auf vielerlei Weise zulegen. Nicht jede ist dabei angenehm, aber ich will nicht vorgreifen.

Um die neuen Schuhe zu testen und da die Strecke sich dafür besonders anbot, habe ich mich per Shuttle wieder zu dem Parkplatz ‘zurück’ bringen lassen, wo ich aufgrund meiner schmerzenden Füße einige Tage zuvor ausgestiegen bin. Auf diese Weise hatte ich zwei relativ kurze 10-Meilen-Tage vor mir und bin per offizieller Methode wieder in Daleville gelandet, wo ich – das ist der angenehmste Teil – nun nochmal im Hotel schlafen kann. Und hoffentlich ist der Pool diesmal wie angekündigt ‘morgen’ repariert.

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Gleich am nächsten Tag

…habe ich meine Planung noch mal optimiert und noch eine Nacht im Hostel drangehängt. So kam es, dass ich mir – nach einer weiteren zweistündigen Exkursion und nur etwas verfrüht – neue Schuhe geschenkt habe um dann voller Vorfreude eine ziemliche Menge Bier zu besorgen. Die Begeisterung im Hostel war groß, wir machten ein schönes großes Feuer unterm Sternenhimmel und mit Gitarrenmusik und den Resten des Feuerwerks feierten wir in meinen Geburtstag rein. :-) Viel besser, als es in der Stadt möglich gewesen wäre!

Nun, heute wollte ich endlich mal wieder telefonieren und meine Mails checken. Also ließ ich mich von Joe nach Daleville bringen und genieße die Vorteile, die die Zivilisation mir manchmal bietet. Es gibt sogar einen Pool, den ich morgen unbedingt testen werde.

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Ich habe den Entschluss gefasst

…dir den Rat zu geben, du solltest dir neue Schuhe kaufen – sagte Skybird vor drei Tagen zu mir. ‘Deine Füße sollten nicht so sehr wehtun, nach 700 Meilen müssen sie sich an den Trail gewöhnt haben.’ Komisch, ich ging die ganze Zeit davon aus, es läge an ‘mir’, ich bin eben sensibel usw., nicht belastbar, langsam und was nicht alles. Hab ich gedacht. Aber nach Engelsgeduld und wochenlangem Schongang gelange auch ich zu der Erkenntnis, dass es womöglich doch der Schuh ist, der nicht mehr passt. Wie einfach die Lösung doch manchmal ist. Offenbar zu einfach für mich. Tatsächlich hat sich mein Körper verändert, auch wenn meines Erachtens keine Veränderung sichtbar ist. Aber bei jedem Fehltritt spüre ich plötzlich, wie auf mysteriöse Weise meine Muskeln das klapprige Gerippe in Balance halten, wo vorher die Gummigelenke einfach nachgegeben hätten. Und in den letzten Tagen gab es wirklich hinreichend Möglichkeiten, lang hinzuschlagen oder einfach mit verdrehten Knochen den Abhang runter zu rutschen. Nö, all das ist nicht passiert :-) Success!!!

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Hier und jetzt

…ist mit 90 Tagen exakt Halbzeit! Gestern habe ich wie verrückt auf die 30% hingearbeitet. Und anders kann man es nicht bezeichnen, es war Arbeit! Ich habe mal wieder Slackpacking genossen, geplant waren 19 Meilen – kürzer ging nicht, da kein Parkplatz und keine Straße den AT kreuzte. Allerdings wurde der Trail auf einigen Meilen runderneuert oder verlegt… bzw. beides, so dass zum einen mein Buch relativ wenig hilfreich war und zum anderen – Allen wollte sich abends ausschütten vor Lachen – ich wohl eher 22 Meilen hinter mich bringen musste. Gut dass er mir das nicht vorher erzählt hat! Ganze 12 Stunden habe ich gebraucht! Stolz bin ich trotzdem. Wie Oskar!

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Nach der morgendlichen Yoga-Session

…zog es mich wieder in die Einsamkeit des Waldes. Ich wollte weiter nach Pearisburg, dort hatte ich mein Paket in eines der Motels geschickt. Den ganzen Tag lang begegnete mir niemand, nur hier und da mal ein Reh, allerdings kein besonders schüchternes.

Durch den späten Start und weil ich nicht hetzen wollte – ich weiß ja inzwischen, dass mich das nicht nach vorne bringt – marschierte ich erst gegen Abend in den Ort ein. Vom Berg aus hatte ich schon ein Industriegeläde – riesengroß, irgendwas mit Gas und recht neu oder zumindest erweitert – ausgemacht, das entsprach so gar nicht den Vorstellungen, die ich mir gemacht hatte. So kam es, dass es nur noch Platz in einem zum Hostel umfunktionierten Restaurant gab, weil alle Zimmer an Arbeiter vermietet waren. Ein großer Raum, 17 Betten, riesen Flatscreen, TV-Programm auf voller Lautstärke… Und hier sollte ich meinen Zeroday verbringen? Ähm… nö danke! Nicht wirklich!

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Virginia ist bisher überhaupt

…nicht – wie von allen prophezeit – einfach. Von Virginia Blues war da die Rede und dass ich mich langweilen würde… außerdem von vielen Meilen und endlosen Strecken einfach geradeaus über rolling hills… Schön wär’s gewesen! Ok, die letzten zwei Tage ist es wirklich besser gewesen und wer sich die Füße bis dahin nicht völlig demoliert hatte, konnte durchaus was reißen. Ich allerdings arbeite noch daran ;-) Meine Füße waren nicht amüsiert von Felsen und Geröll und so gehe ich weiterhin langsam. Ich kann super mithalten mit einem Pärchen, dass um die 70 ist und ‘nur’ Sektionen wandert. Die beiden sind den AT bereits einmal komplett gewandert. Beinahe täglich verabschiede ich mich also für immer von Teasip und Javaman und spätestens am übernächsten Tag catchen sie mich wieder (oder ich sie). Die Freude ist jedes Mal groß, wenn ich auch nur ungern eingestehe, dass meine Fitness der einer 70-jährigen entspricht… ;-) Da lässt sich auch nicht viel schönreden.

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Die Hälfte habe ich Euch

…ja bisher verschwiegen… Ich habe die 400 und 500-Meilen-Marke geknackt. Morgen werde ich mit mehr als 547 Meilen gut 25% der gesamten Strecke geschafft haben! :-) Immerhin!

Trotzdem ich die letzten Tage teilweise etwas gefrustet war, so gab es doch auch eine Menge wunderschöner Momente. Mit den Grayson Highlands hat sich die Landschaft ein wenig verändert und mit ihr die Tierwelt… mehrere Male führte der Trail über Kuhweiden und über oder durch Zäune. Fast immer standen und lagen die Kühe mitten auf dem Trail.

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Mäuse und Moskitos oder Matsch

…das waren in den letzten Tagen meine Optionen für die Nacht. Nachdem ich das Dancing Bear B&B – gefüllt mit leckeren Frühstückswaffeln, Bagels und Joghurt mit Früchten – verlassen habe, lief es zunächst ziemlich gut, außer dass ich etwas zu schnell unterwegs war, was ich daran merkte, dass die Energie relativ schnell nachließ. Allerdings gefiel mir die Campsite, die ich für den Tag anvisiert hatte überhaupt nicht und so beschloss ich, noch vier Meilen drauf zu packen und zum nächsten Shelter zu laufen. Obwohl das für mich in echte Arbeit ausartete, war es eine gute Idee, denn es waren so einige nette Leute dort. Ich schaffte es noch bei Tageslicht, mein Zelt aufzubauen und einzurichten und mein Dinner zu kochen, da fing es an zu donnern und zu regnen, das mir hören und sehen verging. Ich hockte mit den anderen solange im Shelter und hoffte sehr, dass mein Zelt diesmal stehen blieb. Und das tat es! Nun gut, ich musste einmal feucht durchwischen, bevor ich schlafen gehen konnte, aber alles Wesentliche war trocken geblieben.

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Wie in vielen Orten

…so bin ich auch in Hampton eine Nacht länger als geplant hängen geblieben. Und das nur, weil das mit dem Shuttle zum Einkaufen sich ewig hingezogen hat. Nützte aber nix, der Laden neben dem Hostel taugte leider nicht, um mich für die nächsten Tage auszustatten. So nahm ich widerstrebend einen ungeplanten Zeroday und tröstete mich Tags drauf mit Slackpacking. Direkt hinter Hampton waren nämlich einige Meilen für Camping, Picknicks und Rumhängen aller Art Aufgrund besonders gewitzter Bären gesperrt. Und so konnte ich tun, was erlaubt war: straight thru’hiken. Der Typ, den ich diesmal retten musste, war bloß dehydriert und ohne Wasser unterwegs. Fünf Minuten Sache. Ihr hört, langsam langweilt es mich… Ich hoffe, die letzten drei Meilen hat er mit meinem Wasser auch noch geschafft. Ich bin immer wieder überrascht, wie gedankenlos und schlecht vorbereitet sich einige Leute in den Wald begeben.

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WARUM zur Hölle

…kann man hier nicht EINMAL in Ruhe wandern? Ich frag mich das immer wieder! Ich muss wohl langsam einsehen, dass ich einen Fehler gemacht habe. Aber das ist ok, zum Glück bin ich ziemlich stur… Als ich hörte, der AT sei der sozialste der drei großen Trails, habe ich definitiv nicht zwischen den Zeilen gelesen! Und offenbar bin ich nicht hinreichend informiert gewesen. Das nächste Mal mache ich den Pacific Crest Trail ;-) Der ist zwar nochmal ein ganzes Stück länger, aber FLACHER und es sind nicht so viele Leute unterwegs!

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Da hab’ ich mich

…doch glatt verkalkuliert. Nachdem ich in Uncle Jonny’s Hostel noch kurz mein Paket aufgegeben habe, bin ich fluchtartig wieder in den Wald verschwunden. Puh! Ruhe! Himmlisch… Und so bin ich den ganzen Tag wunderbar entspannt vor mich hingewandert, unterbrochen nur durch kurze Begegnungen mit Fooliery, der mich seit zwei Tagen immer wieder ueberholt. Abends suchte ich mir ein schoenes Plaetzchen fuer mein Zelt und kurze Zeit spaeter kamen noch Featherhead und Fourty Ounzes dazu. Das war bisher die ruhigste Nacht, die ich je auf dem Trail hatte! Ich hab geschlafen wie verrueckt ;-)

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Da denkt man EINMAL

…man könnte mal ein bisschen alleine sein… Denkste Puppe. Und jeden Tag ein Abenteuer, sonst wird’s ja langweilig. Der erste Tag lief super, auch wenn die Lebensmittel für sechs Tage sich anfühlten, als hätte ich mich für wirklich wirklich schlechte Zeiten gewappnet. Da ich am ersten angepeilten Shelter noch ziemlich fitt war und wusste, dass der folgende Tag streckenmäßig anspruchsvoller werden würde, bin ich noch bis zur nächsten Campsite gewandert. Keine Anzeichen dafür, dass es womöglich mal weniger Hiker auf dem Trail werden würden. Kaum hatte ich am ersten Abend mein Dinner beendet und den Bearbag aufgehängt, fing es auch schon an zu gewittern. Aber die Nacht war relativ ruhig und gegen Morgen schien es zunächst aufzuklaren…

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Back on the Road

Ok wo fang ich an… Am besten nochmal einen Tag vorher… Ich hatte nämlich die schlaue Idee, meinem Homöopathen zu mailen und um Hilfe zu fragen. Hätte ich früher drauf kommen können, müssen wir hier aber jetzt nicht vertiefen… ;-) Der jedenfalls wusste Rat, aber wo zum Teufel kriegt man in den USA homöopathische Mittel? Jedenfalls nicht in der Apotheke, das ist schon mal klar. Nun gut, da mich hier inzwischen alle kennen, habe ich das ganze Dorf befragt und es stellte sich heraus, dass direkt neben dem Hostel eine Homöopathin ihre Praxis hat, und die hatte zumindest die Globuli. Und was soll ich sagen, die Schwellung macht sich vom Acker. Und ich laufe wieder mehr rum. :-)

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Morgen muss ich früh raus

…das bin ich überhaupt nicht mehr gewohnt! Halb sechs geht’s los *gähn!* nach Damascus. Also ist heute mal wieder ein bisschen Arbeit angesagt: Laundry, Einkauf und vielleicht Library zum Bilder hochladen… Dachte ich. Das mit den Bildern wird aber heute nichts, denn diesmal hat der Computer wirklich gar nichts gemacht. Das heißt übersetzt, es wird mindestens noch eine Woche lang keine neuen Fotos zu gucken geben, denn ich glaube kaum, dass während der Traildays Gelegenheit dazu sein wird. Dafür habe ich die überraschend verbleibende Zeit genutzt, die Chemiekeule gegen Zecken und Imprägnierspray für meine Regenjacke zu besorgen. Meine Hände sind jetzt ganz wunderbar wasserresistent und keine Zecke wird die Besteigung meiner Schuhe, Gamaschen oder Hosenbeine je überleben. Stellt sich die Frage, ob ich noch Lust habe, mein Zelt einzusprühen, und ob auf die übrigen Klamotten auch was drauf soll, aber dann hab ich das fiese Zeug nachher allmorgentlich an den Fingern… bäh! Darüber denke ich die nächsten Tage nochmal nach.

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Mein erster Bär…! :-)

Ich hatte gestern die Chance, mal wieder einen kostenlosen Shuttle zu einem Ingles zu bekommen… Ingles ist eine Supermarktkette mit wirklich ausgezeichnetem Salatbuffet, was man umso mehr zu schätzen weiß, wenn man entweder gerade eine Woche im Wald war oder eben wie ich gehbehindert ist und nicht mal eben durch den Ort laufen kann. Mal ganz abgesehen davon, dass in Gehweite auch wenig frisches zu erwerben ist.

Es ergab sich also, dass Chuck in den nächsten Ort fahren musste, um eine Hikerin abzuholen, die sich in der Nacht zuvor ins Gefängnis manövriert hatte… Und damit ich mich auf der sonnigen Terrasse mit meinem Buch nicht zu sehr langweilen musste, fragte er mich, ob ich mitfahren wollte. Ich hatte erst den Verdacht, dass er mich dort vielleicht einfach nur eintauschen wollte, aber ich kam straffrei davon. ;-)

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Ok, jetzt wird’s aber langweilig

…dachte ich gestern morgen, und habe mich mit einem Buch in die Sonne gesetzt. Gerade fühlt es sich aber mehr wie Urlaub an. Ich musste mir gestern und heute nicht mal Gedanken über’s Essen machen! Baltimore Jack wirbelt in der Küche wie ein Verrückter und macht Lunch – und für heute Abend ist er auch schon am kochen. ‘Awesome!’ würde der Amerikaner dazu sagen! Schön mit lang gezogenem Ooooo am Anfang und viel Melodie in der Mitte. Ich mag das! Irgendwie ist hier alles amazing, awesome oder gorgeous. ;-) Oder wie Siesta mit leuchtenden Augen und hoher Stimme piepsen würde ‘oh my gush, I love it…!’

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Hot Springs ist gar nicht mal

…so übel, um Kniepropleme auszukurieren ;-) Die Sonne scheint und wie so häufig habe ich Glück mit meinem Pech. Wer kann schon von sich behaupten, Chuck Norris hat mich zum Arzt gefahren?! Zusammen mit einer anderen Hikerin – ‘Siesta’, sie hat sich den Knöchel verstaucht – sind wir in die nächste größere Stadt gefahren. Die Ärztin war super nett, hat mir eine anständige Knieschiene verpasst und mir Rast und Kühlung verordnet. Die Aufregung in der Klinik war groß, zwei Hikerinnen – die eine extra aus Germany eingeflogen – sind den ganzen Weg von Georgia bis hierher gewandert UND wollen bis nach Maine! Wenn es nach zwei Tagen nicht besser wäre, sollte mein Knie gescannt werden – und es ist besser, so dass ich nicht nochmal zum Arzt muss, wenn auch noch nicht perfekt, aber ich hab ja Zeit! Noch viereinhalb Monate! Zwei Tage lang habe ich also geschont, gekühlt, hochgelegt, zweieinhalb Mal ‘Pirate Radio’ geguckt und mein erstes englisches Buch über Seite drei hinaus geschafft. Jetzt fange ich an, wieder normal zu belasten und es läuft sich sehr gut, wenn ich auch mit dem Hiken noch warten will, bis die Schwellung ganz raus ist, obwohl es mir nicht leicht fällt. Denn so nett die Leute hier alle sind, möchte ich doch auch gerne wieder in den Wald. Aber sonst hab ich dasselbe Problem gleich wieder, das ist ja auch nicht Sinn der Sache.

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Für mich ist es heute

12.00 Uhr 

…der dritte Zeroday, Tanja ist heute morgen trotz unschöner Wetterprognosen weiter gegangen. Ich werde meine Knie etwas schonen und widme mich der fast unlösbaren Aufgabe, in der hiesigen Bibliothek Bilder hoch zu laden. Ich versuche es seit einer halben Stunde, aber nichts passiert. Der Computer hier ist wirklich noch langsamer als alles, was ich bisher erlebt habe. Er macht einfach gar nichts. Er tut nicht mal so, als würde er etwas tun!

Ich denke auf den Schrecken sollte ich vielleicht erstmal einen Burger essen gehen. Damit habe ich nun nicht gerechnet, ich hatte mir das schon so schön ausgemalt, wie ich hier sitze und darauf warte dass die Bilder langsam aber stetig ihren Weg ins Netz finden, aber nö. Na gut, sollte ich mir vielleicht wirklich eine Alternative suchen…

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Der nächste Tag wäre eigentlich

…ein perfekter Fall für Zero gewesen. Es regnete wohl schon die ganze Nacht, aber wir bekamen es erst mit, als wir unser Motelzimmer verließen. Die Voraussagen hatten etwas anderes behauptet und wir hatten uns da einfach mal auf unser Glück verlassen. Naja, der erste Weg führte uns in das bereits am Abend vorher auserwählte Breakfast-CAMP. Zwei riesige Buckweat Pancakes mit Bananen- und Erdbeerscheiben und literweise Ahornsirup gaben schon mal eine gute Grundlage für den Start in die zweite Hälfte Smokys.

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Die Great (muddy) Smoky Mountains

…haben wir jetzt zur Hälfte passiert. Wider Erwarten schien die Sonne beim Aufstieg in die Smoky Mountains nicht, aber wir waren froh, die endlosen Anstiege bei kühlem und bedecktem Wetter ganz gut zu bewältigen. Sagenhafte 15 Meilen haben wir hinter uns gebracht und sind am Abend stolz in unsere Zelte gekrochen. Ich habe so gut geschlafen, dass ich auch verpennt habe, wie nachts ein Bär (oder wer oder was auch immer) an einem Zelt schnüffelte, deren Besitzer ihren Bear-Bag nicht aufgehängt hatten. Das Geschrei soll groß gewesen sein, aber passiert ist sonst nichts.

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Wir haben natürlich

…keinen Zeroday eingelegt, sondern sind am nächsten Tag nach Einkauf und Frühstück – in der freudigen Erwartung, der Regen würde bald ganz aufhören – wieder losgestiefelt. Ja… und der Regen hörte auch auf, aber je höher wir kamen, umso kälter wurde es… Und so liefen wir den halben Tag mit dem Kopf in den Wolken, hatten uns die 22 Grad Celsius noch gar nicht ganz abgewöhnt, da pfiff es uns in jeder Kurve mit Eiseskälte um die Ohren. An den Bäumen auf den Gipfeln gefror der Niesel zu feinen weißen Kristallen. Die ganze Zeit hatte ich einen Ohrwurm, der irgendwas mit Winter-wonderland zu tun hatte, gefolgt von diversen Weihnachtsliedern.

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Einmal die Woche

…scheint es hier zu regnen. Jedenfalls haben wir schon wieder das große Glück, den Fluten entkommen zu sein. Irgendwie hat Tanja es geschafft, uns in Wesser beim Nantahala Outdoor Center eine kleine Butze zu reservieren und just in dem Moment, als wir fertig waren mit Duschen und Zeug sortieren fing es wieder an zu schütten. Grad gab’s eine Mittagspizza, nun wäscht sich unsere Wäsche… Das sind hier immer die ersten Dinge, die wir erledigen, wenn Zivilisation vorhanden ist.

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Frisch geduscht

… ist das Leben gleich noch mal so schön :-) Nachdem wir vor drei Tagen bei gar nicht mal so schönem Wetter gestartet sind, wurde es unterwegs und von Tag zu Tag wieder wärmer. Die erste der letzten drei Nächte war die kälteste und feuchteste, und morgens mit schockgefrosteten Fingern das nasse Zelt einzupacken war wahrlich kein Vergnügen. Aber im Laufe des Tages wurde es wärmer und die Sonnenbrandgefahr stieg glücklicherweise deutlich. Nun, dann gingen sie erst los, die Wehwehchen…

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Der erste Zeroday

…und dann gleich mit einer nicht so schoenen Nachricht. Wir haben erste Verluste zu verzeichnen: Joe aka FedEx muss den Trail leider verlassen. Schon gestern hatte er so starke Rückenschmerzen, dass er kaum kriechen konnte. Trotzdem hat er sich noch umfassend über seine Möglichkeiten informiert, aber sich aus den Bergen retten zu lassen kann locker bis zu 10.000 $ kosten, und das muss ja vielleicht nicht sein.

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