Dicks Creek Gap

war unser heutiges Ziel… Nur eine halbe Meile vom Trail entfernt gibt es ein nagelneues Hostel, das wir uns nach Neel Gap ausgesucht hatten. Sofort habe ich die Stabilität der Etagenbetten untersucht, um nicht wieder des Nächtens in Panik zu verfallen… Im Nachhinein ist es saukomisch,  aber wenn man so halb schlafend im unteren Etagenbett liegt und plötzlich wackelt, kracht und knirscht es über einem, dass man glaubt sein letztes Stündlein hätte geschlagen – und das hört dann so schnell auch nicht wieder auf, weil so ein Schlafsack ja auch nicht ganz leicht zu bekrabbeln ist, wenn man keine Kopffreiheit hat – dann muss man sein bestes Englisch auspacken und all seinen Charme… und Betten tauschen… Zum Glück bin ich nicht auch noch falsch verstanden worden. ;-) Am nächsten Morgen fragte dann auch prompt der “Wackler” – nicht wie erwartet ein 200Kilo-Mann sondern ein sportlicher Engländer – ob ich besser geschlafen hätte, nachdem wir geswoppt hätten… JA, allerdings!!!

Seitdem haben wir fast 38 Meilen hinter uns gebracht und mit insgesamt 69.6 Meilen schon mehr als 3% des Trails. Die letzten Tage war eigentlich relativ schlechtes Wetter angesagt, aber auch wenn es nachts teils sehr windig und kalt war, hatten wir tagsüber allerfeinstes Hikerwetter. Die nächsten Tage soll es aber wirklich etwas ungemütlich werden und so legen wir morgen voraussichtlich einen Zeroday ein. Vom Hostel aus gibt es ein Shuttle nach Hiawassee, in den nächsten Ort, wo wir unsere Vorräte auffüllen und Burger und Salat essen gehen werden. Hier im Hostel haben wir gleich Dinner und Frühstück mit gebucht, und unsere sämtliche Wäsche waschen lassen. Total gut, hier wurde mitgedacht: solange man auf sein Zeug wartet, kann man in so’ner Art OP-Bekleidung herumlaufen. Andere tragen einfach ihre Regensachen, während sie Wäsche waschen, denn so üppig ist die Garderobe hier ja nicht, dass man noch genug Wechselzeug hätte. Die letzten Stunden sah es so aus, als hätten wir im Krankenhaus eingecheckt. Sehr amüsant :-)

Die Suche nach einem Trailnamen bleibt weiter spannend. Tanja hört jetzt auf den schönen Namen Mary Poppins und meiner ist noch in Arbeit. Joe, den wir hier jeden Tag wieder treffen, heißt jetzt FedEx und ist unermüdlich auf der Suche nach einem passenden Namen für mich. Bisherige Vorschläge von FedEx sind TinkerBell und Pac-Man, weil er meint, egal wie schnell er geht und wie früh er aufsteht, wir würden ihn immer wieder einholen, als wäre Pac-Man hinter ihm her. Es ist wirklich lustig!

3 Gedanken zu „Dicks Creek Gap

  1. Silli

    Hallo Süße!!
    Deine Einträge sind klasse und ich freue mich zu hören das es dir gut geht und du viel SPAß hast!! Nehme mal an, das deine Füße auch schon ordentlich Qualmen!? ;-)
    Halte uns weiter auf dem laufenden, wir freuen uns alle von dir zu hören!! :-) Ich denke auch immer ganz viel an dich!!
    Drück und knutsch dich!!!
    P.S. Bin schon gespannt auf deinen Namen!! ;-)

  2. Claudia

    Es ist immer lustig Deine Berichte zu lesen und ich kann es kaum erwarten die nächsten Neuigkeiten zu erfahren!

  3. Sille

    :) na Hauptsache :) Spannend spannend was du so schreibst! Aber hört sich wirklich an als ginge es dir gut, das freut mich :) Ich drück dich, viel Spass und Kraft vorallem für die weiteren Wege … und natürlich Schlaf ohne “swapping! ;)

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