Einmal die Woche

…scheint es hier zu regnen. Jedenfalls haben wir schon wieder das große Glück, den Fluten entkommen zu sein. Irgendwie hat Tanja es geschafft, uns in Wesser beim Nantahala Outdoor Center eine kleine Butze zu reservieren und just in dem Moment, als wir fertig waren mit Duschen und Zeug sortieren fing es wieder an zu schütten. Grad gab’s eine Mittagspizza, nun wäscht sich unsere Wäsche… Das sind hier immer die ersten Dinge, die wir erledigen, wenn Zivilisation vorhanden ist.

Heute hatten wir mit sechs Meilen einen kurzen aber harten Tag, meine Knie waren wenig amüsiert, als sie mich die heutigen 2000 Fuß den Berg runter schleppen durften. Trotzdem waren wir relativ flott und hoffen, dass das in nächster Zeit auch noch mehr wird. Genügend Energieriegel haben wir uns dafür schon besorgt, daran wird es also nicht scheitern ;-) Die sind aber auch sowas von lecker, in Deutschland sind die viel zu sehr mit allem möglichen Zeug verpanscht (Laktose, Aroma, Stabilisatoren… zum Beispiel) alles überflüssig. Überhaupt könnte ich die ganze Zeit nur essen, aber das ist vielleicht am Rande schon mal aufgefallen ;-)

Ach ja, die Germans… Mal ist es ja ganz schön, jemanden aus der Heimat zu treffen, aber eigentlich reicht es mir völlig, mit Tanja deutsch zu reden (ok, manchmal reden wir inzwischen auch schon englisch) und mich ansonsten nicht wie auf Malle sondern eben wie in Amerika zu fühlen. Meinen Sprachkenntnissen kommt es jedenfalls zugute und tatsächlich ist es wirklich einfach, sich hier zu verständigen. Aber vielleicht und hoffentlich ist es mit den Germans wie mit den Hunden: ‘ne Zeit lang sieht man sie überall (es wandern wirklich viele mit ihren Hunden) und nach ein paar Tagen zerstreut sich das Feld wieder. Zur Zeit sind unheimlich – und mit unheimlich meine ich unheimlich – viele sehnige, asketische, ältere Herren unterwegs, die sich außerdem unglaublich über ihre Englischkenntnisse freuen, aber jede Gelegenheit nutzen, deutsch zu sprechen… Doch doch, ich bin mir ganz sicher, daß zerstreut sich auf den nächsten Meilen…!

Ob wir morgen weiter wandern oder einen Zeroday einlegen, machen wir vom Wetter abhängig. Niemand wir uns einen Orden dafür verleihen, wenn wir es uns besonders schwer machen ;-)

5 thoughts on “Einmal die Woche

  1. White Spot

    Der sehnige Deutsche trägt nicht zufällig einen grünen Patagonia-Pullover oder?

    1. Tina Beitragsautor

      Na ja, das war erstmal einer von denen… Aber am prägnantesten fand ich den Muffelpott, der uns am NOC “überholt” hat, und allein mit der Beschaffung von Waschmittel schier überfordert schien. ;-)

  2. Matze

    Hallo Bettina,
    endlich komm Ich mal dazu hier herein zu schauen. Wow echt cool gemacht deine Webseite und die Berichte über deine Wanderung sind echt super. Ich habe gerade erstmal alles durchgelesen und werde auf alle Fälle jetzt viel öfter hier mal vorbei schauen. So Ich wünsche dir weiterhin noch viel Spaß bei deiner Wanderung und das du ungeschadet nach Hause kommst.

  3. M & P

    Hi Liese,
    wir sind begeistert, dass ihr euch zwischen den Mahlzeiten immer wieder die Zeit nehmt, ein bisschen zu wandern. So viel Disziplin im Urlaub ist echt bewundernswert. Wir sind stolz!
    Gib acht, dass Du vom übermäßigen Genuss der genmanipulierten Kraftriegel nicht zu mopsig wirst. Wir haben gerade erst in der Apotheken-Rundschau gelesen, dass dicke Menschen oftmals Probleme mit den Knieen haben. Frag doch mal die drahtigen Germans, ob irgendeiner das aktuelle Heft dabeihat.
    Weiterhin viel Spaß & alles Gute (und lass Dich von blöden Sprüchen nicht ärgern). Wir drücken Dich!

    PS: Hier noch ein paar ;-) :=D ;~() die wir vergessen haben oben einzufügen.

    …und ach so: wir warten auf neue Bilder (goingforawalkinunderbüx oder so)

  4. Tina Beitragsautor

    Na gut, der Morgen danach, ich korrigiere… wir haben auch noch einige nette, entspannte Germans getroffen und altersmäßig mischt sich das inzwischen auch ganz gut ;-)

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