Ok, jetzt wird’s aber langweilig

…dachte ich gestern morgen, und habe mich mit einem Buch in die Sonne gesetzt. Gerade fühlt es sich aber mehr wie Urlaub an. Ich musste mir gestern und heute nicht mal Gedanken über’s Essen machen! Baltimore Jack wirbelt in der Küche wie ein Verrückter und macht Lunch – und für heute Abend ist er auch schon am kochen. ‘Awesome!’ würde der Amerikaner dazu sagen! Schön mit lang gezogenem Ooooo am Anfang und viel Melodie in der Mitte. Ich mag das! Irgendwie ist hier alles amazing, awesome oder gorgeous. ;-) Oder wie Siesta mit leuchtenden Augen und hoher Stimme piepsen würde ‘oh my gush, I love it…!’

Statt den Autos beim Parken zuzusehen – sowohl der Parkplatz als auch alles andere auf dem Festival schien relativ unorganisiert – wurde ich Samstag am Eingang zum Festivalgelände postiert, um die Bändchen und Parkausweise zu kontrollieren. Scheinbar das erste Mal an diesem Wochenende, dass überhaupt etwas kontrolliert wurde. Viele waren wirklich total überrascht, dass es überhaupt etwas kostete. Im Umkehrschluss wäre ich also vielleicht ohne zu ‘bezahlen’ bzw. Freiwilligenarbeit rein gekommen… Denn dann hätte ich nicht am Einlass gestanden/gesessen und vielleicht auch sonst niemand. ;-) Es war allerdings ein Mordsspaß und jetzt kennt mich jeder im Umkreis von drei Autostunden. Inzwischen geh ich fast als Einheimische durch… solange ich den Mund nicht aufmache!

Zum fotografieren bin ich die letzten Tage fast gar nicht gekommen. Beim Community Dinner war der Akku leer, Freitag auf dem Festival habe ich nur wenig geknipst – die meiste Zeit haben wir vor der Bühne gesessen und die Perspektive bot sich nicht wirklich an – und Samstag hatte ich ursprünglich vorgehabt, nach dem Volunteering kurz ins Hostel zu laufen, und dementsprechend hatte ich auch erstmal keine Kamera dabei. Und dann kam es anders als geplant. Siesta sammelte mich direkt ein und ich musste erstmal die Kalorienzufuhr sicherstellen. Danach war der Elan dann nicht mehr sooo groß, meinen Hintern noch irgendwo hin zu bewegen, also blieb ich dort – schon allein um das Knie zu schonen! ;-)

Die Bands waren super, nicht das was ich mir normalerweise ausgesucht hätte, aber sehr passend zum Ambiente und zur Stimmung. ‘The Accomplices’ hatten Sue und mich bereits am Donnerstag in eine Kneipe am Fluß gelockt. Sie spielten dort auf der Terrasse und winkten uns auf unserem Heimweg vom Community Dinner, so dass wir noch auf ein Bierchen dort blieben. Auf dem Festival haben wir uns dann neben anderen noch ‘Dangermuffin’ und ‘Hot Bottered Rum’ angeguckt. Ganz großes Kino! :-)

Inzwischen habe ich mich entschieden, noch ein paar Tage länger hier zu bleiben, bzw. mein Knie hat es entschieden. Es geht zwar besser, aber es nimmt sich Zeit, und die soll es denn auch haben. Das trainiert immerhin meine Geduld… Hey, ich habe schließlich Urlaub! :-) Es gibt die nächsten Tage nur wahrscheinlich nicht viel Spannendes zu berichten.

2 Gedanken zu „Ok, jetzt wird’s aber langweilig

  1. White Spot

    Ich hoffe deinem Knie geht es besser und du kannst weiterlaufen. Wir sind inzwischen in Damaskus eingetroffen und machen einen Zeroday. Gute Besserung.

    1. Tina Beitragsautor

      Danke! Dann seid ihr nächste Woche ja schon einiges weiter. Lasst ihr euch zu den Traildays shuttlen? Würde mich freuen euch dort zu treffen! (ALLE sind da!)
      LG Tina :-)

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