Gleich am nächsten Tag

…habe ich meine Planung noch mal optimiert und noch eine Nacht im Hostel drangehängt. So kam es, dass ich mir – nach einer weiteren zweistündigen Exkursion und nur etwas verfrüht – neue Schuhe geschenkt habe um dann voller Vorfreude eine ziemliche Menge Bier zu besorgen. Die Begeisterung im Hostel war groß, wir machten ein schönes großes Feuer unterm Sternenhimmel und mit Gitarrenmusik und den Resten des Feuerwerks feierten wir in meinen Geburtstag rein. :-) Viel besser, als es in der Stadt möglich gewesen wäre!

Nun, heute wollte ich endlich mal wieder telefonieren und meine Mails checken. Also ließ ich mich von Joe nach Daleville bringen und genieße die Vorteile, die die Zivilisation mir manchmal bietet. Es gibt sogar einen Pool, den ich morgen unbedingt testen werde.

Nach einem späten zweiten Frühstück im Coffeehouse wurde erstmal ausgiebig nach Deutschland telefoniert und dann war auch schon wieder Dinnertime. Auf dem Weg zum Pool hatte ich Shaun wieder getroffen. Ihm und seiner Freundin bin ich die letzten Tage auf dem Trail häufiger begegnet und so zogen wir gemeinsam los zum Mexikaner. :-) Soweit das beste mexikanische Essen, dass ich hier hatte! Fajita Tropical mit Hühnchen, Ananas, Spinat und Zwiebeln und der üblichen Beilage aus Reis, Bohnen, Salat, Sourcream und Guacamole. Hmmm! Allerdings esse ich die Tortillas nie mit, denn die habe ich ja schon beinahe täglich auf dem Trail.

Da die Füße immer noch ein wenig ‘sore’ – das Wort beschreibt es echt am besten – sind, habe ich mir erst für Mittwoch einen Shuttle zurück zum Trail bestellt und werde bis dahin so gut es geht relaxen… das sollte hier nicht wirklich ein Problem darstellen ;-) Außerdem bleibt es immer irgendwie spannend… Wenn man so selten duscht wie ich – alles was das Maß von mindestens einmal täglich unterschreitet empfinde ich als selten – dann kann einem die Routine schon mal abhanden kommen… Im Gegensatz zu vielen anderen Hikern trage ich luxuriöserweise einen Rasierer in meinem Kulturtäschchen mit mir herum. Allerdings erfordert das neuerdings erhöhte Konzentration beim Duschen, denn nicht selten bin ich kurz davor, Kamm und Rasierer durcheinander zu bringen – fast wäre schon was schief gegangen – und damit meine ich nicht, dass ich mir die Beine gekämmt hätte (hab ich nicht! ganz ehrlich… ;-)) Noch ist aber alles so wie es gehört. Obwohl sehr viele Hiker sich auf dem Trail eine neue Frisur zulegen glaube ich nicht, dass eine Glatze mir gut stehen würde. 

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